Das digitale Museum 

1946

80 Jahre danach erscheint auf dieser WEB-Site wöchentlich eine Kopie der entsprechenden Ausgabe der Mödlinger Nachrichten - aus dem Jahr 1946.

Die Mödlinger Nachrichten erschienen seit 1912 und waren nach 1938 die einzige Zeitung für den Bezirk Mödling bzw. nach Oktober 1938 die erste für den 24. Bezirk der Stadt Wien. Nach der Befreiung 1945 erschienen vier Ausgaben der Mödlinger Nachrichten. Danach erschien die Zeitung erst wieder im März 1946.

Während sich die zeitgeschichtliche Forschung – zu Recht - sehr intensiv mit der Zeit der Nazi-Herrschaft beschäftigt, ist die Zeit nach der Befreiung wesentlich schlechter dokumentiert. Das gilt ganz besonders für den Bezirk Mödling, der als 24. Bezirk Wiens speziell nach der Entscheidung der Bundesländer Wien und Niederösterreich 1946 über den neuen Grenzverlauf der Bundesländer und dem folgenden Veto der Sowjetunion gegen diese Änderung bis Herbst 1954 völlig im Abseits stand: Wien fühlte sich nicht mehr und Niederösterreich noch nicht wirklich zuständig. Viele Akten wurden 1954 anlässlich der Ausgliederung von Wien skartiert oder sind sonstwie verloren gegangen.

So bietet das Lesen der damals einzigen lokalen Zeitung einen seltenen Blick in eine Zeit, die nach sieben Jahren Indoktrination während Diktatur und Krieg geprägt waren durch massive Unsicherheit, Angst und drückenden Mangel, abhängig von der Einstellung des Einzelnen gepaart mit Trauer oder Freude über das Ende der Nazi-Herrschaft, vielfach mit Entsetzen und wohl auch Scham angesichts der unglaublichen Verbrechen und auch der eigenen Rolle in dem Herrschaftsapparat. Letztlich blieb aber auch noch 1946 der Kampf um das individuelle Überleben und wahrscheinlich Angst angesichts der täglich präsenten Besatzungsmacht. Wie groß die Hoffnung auf ein nun freies Leben im neuen Österreich war, kann nur erahnt werden.

Die Texte einer Zeitung von vor 80 Jahren beantworten nur einen kleinen Teil der Fragen und bieten kein umfassendes und repräsentatives Bild über die damalige Zeit und das Leben – auch in Mödling. Aber ich denke doch, dass man wie bei einem Blick durch ein Schlüsselloch bei entsprechendem Interesse Einblicke und Eindrücke gewinnen kann und sich dieses zweite Jahr der Nachkriegsbeschichte in einer für das heutige Leben kaum mehr nachvollziehbaren Art und Weise darstellt.

Sie finden von jeder Woche zumindest die Titelseite der Zeitung, ggf. ergänzt durch interessant scheinende weitere Artikel oder auch Ausschnitte aus den vielen Privatanzeigen, die wahrscheinlich die Situation der Menschen am eindrücklichsten abbilden.

Ich denke, dass die Zeitung als zeitgeschichtliches Dokument für sich spricht. Dennoch finden Sie an einzelnen Stellen Erläuterungen, die dem besseren Verstehen bzw. der richtigen Einordnung des Gelesenen dienen sollen.

Ich hoffe, diese Dokumente helfen beim Verstehen dieser dramatischen Jahre zwischen dem Ende des Horrors und dem Beginn eines wieder geordneten Lebens mit dem bald einsetzenden „Wirtschaftswunder“. 

Ich danke dem Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek und dem Gemeindearchiv Wr. Neudorf für das Ermöglichen dieser kleinen digitalen „Ausstellung“. 


Die Mödlinger Nachrichten waren eine Wochenzeitung, die von 1912 bis 1952 erschien. Die Zeitung wurde von den Niederösterreichischen Nachrichten übernommen.

Mödlinger Nachrichten 9. März 1946

Dr. Heinrich Güttenberger absolvierte die Lehrerbildungsanstalt und studierte an der Universität Wien Geschichte und Geographie. Nach seiner Lehramtsprüfung für Mittelschulen unterrichtete er an der Lehrerbildungsanstalt in Wr. Neustadt. In den Jahren 1922 bis 1938 war er Landesschulinspektor für Pflichtschulen und Lehrerbildungsanstalten in Niederösterreich. Er erhielt den Berufstitel Hofrat. Daneben war er Ausbildner für Lehrer und verfasste zahlreiche Schriften über pädagogisches Arbeiten.
Güttenberger starb in Mödling am 23. Mai 1946, begraben wurde er am Friedhof in Maria Enzersdorf.

(Quelle: oesterreichwiki.org 2.2.1946)

Seite 2

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Mödlinger Nachrichten 16. März 1946

Fortsetzung von Seite 1

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Mödlinger Nachrichten 23. März 1946

Knapp drei Jahre nach der Enthauptung von Sr. Maria Restituta / Helene Kafka am 30. März 1943 widmen sich die Mödlinger Nachrichten ausführlich ihrem Schicksal.
Zum Leben von Sr. Maria Restituta s. auch die Dokumentation zu dem für sie verlegten Stolperstein.

Fortsetzung von Seite 1 (Sr. Restituta)

Mödlinger Nachrichten 30. März 1946

Weitere Artikel dieser Ausgabe

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Mödlinger Nachrichten 6. April 1946

Diese Ausgabe der Mödlinger Nachrichten widmet sich ausführlich den geltenden Entnazifizierungsmaßnahmen.
Grundlage war das Verbotsgesetz vom Mai 1945 und die NS-Registrierungs-Verordnung vom 11. Juli 1945. Die Registrierungspflicht für den 24. Bezirk (Mödling) endete am 24. September 1945. Vom 25. April 1946 an lagen die Registrierungslisten zur öffentlichen Einsicht auf.
(Eine gute Übersicht über die Maßnahmen zur Entnazifizierung bietet wien.geschichte.wiki)
 
Wichtig ist aber auf Seite 1 die Würdigung von DDr. Heinrich Maier - 1935 kurzzeitig als Provisor Pfarrer in St. Othmar - der am 28. März 1945 in Wien als Mitglied einer Widerstandsgruppe hingerichtet wurde.

Fortsetzungen von Seite 1

Forsetzung von Seite 1 (Entnazifizierung)

Fortsetzung von Seite 2 (Entnazifizierung)

Mödlinger Nachrichten 13. April 1946

Nicht überraschend, aber in der Ausprägung eindrucksvoll: das Lob der Roten Armee und deren offensichtliche Präsenz im politischen Leben der Stadt.

Kleinanzeigen in dieser Ausgabe

Todesanzeige von Franz Schicht, dem Vater von Franz Josef Schicht.

Seite 4

Mödlinger Nachrichten 20. April 1946

Zeitgeschichtliche Fakten:

Am 13. Mai 1945 wurde von der Provisorischen Staatsregierung das Verfassungs-Überleitungsgesetz (V-ÜG, Langtitel: Verfassungsgesetz über das neuerliche Wirksamwerden des Bundes-Verfassungsgesetzes in der Fassung von 1929) beschlossen, das das B-VG und weitere Gesetze in der Fassung, wie sie vor dem  Ständestaat bestand, wieder in Kraft setzte und alle Verfassungsregeln des Ständestaates und des Deutschen Reichs aufhob. Das Gesetz wurde auf 1. Mai 1945 rückdatiert.
 Diese Vorläufige Verfassung sollte laut Gesetzestext sechs Monate nach Zusammentritt der frei gewählten Volksvertretung außer Kraft treten. Sie wurde aber nach der Nationalratswahl vom 25. November von der Provisorischen Staatsregierung bereits mit Wirksamkeit vom Tag der ersten Sitzung des Nationalrats (sie fand am 19. Dezember 1945 statt) außer Kraft gesetzt. Nun galt wieder uneingeschränkt das B-VG von 1929 in der Form von 1933. 
(Quelle: wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Bundesverfassung_(Österreich), ausgelesen am 5.2.2026).

Obwohl es in der Sozialdemokratie Vorbehalten gegen die Verfassung von 1929 gab und die Idee einer neuen Verfassung bedeutenden Raum einnahm, haben sich dann vor allem Schärf und in Folge Renner für den pragmatischen Weg entschieden, weil die Angst vorherrschte, dass die Kommunisten eine Verfassungsdiskussion als Hebel zur Ausweitung ihrer Bedeutung nutzen könnten. Die in dem Artikel angesprochenen Einwände der Sowjetunion führten demnach nicht zum Erfolg in ihrem Sinn.

Weitere Artikel in dieser Ausgabe

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Mödlinger Nachrichten 27. April 1946

Mödlinger Nachrichten 4. Mai 1946

Zeitgeschichtliche Fakten:


Nach dem Zusammenbruch der geordneten Versorgung infolge des Kampfs um Wien und der ersten Nachkriegswochen übernahm ab Mai 1945 die Wiener Stadtregierung wieder deren Organisation. Am 25. Mai 1945 ordnete Bürgermeister Theodor Körner die Beschlagnahme aller in gewerblichen Betrieben vorhandenen Lagerbestände an. Daraus erhielt jede Person 5 dkg Speiseöl und 5 dkg Hülsenfrüchte. Die Molkereien des Stadtgebiets lieferten rund 3.000 Liter Milch täglich, wodurch ein Teil der Säuglinge ein Viertel Liter Milch erhielt. Ab dem 1. Juni 1945 bis 22. September 1945 erfolgte die regel-mäßige Versorgung durch die sowjetische Besatzungsmacht. Normalverbraucher erhielten rund 1.500 kcal täglich und 20 dkg Salz pro Versorgungsperiode und 12 dkg Ersatzkaffee. Die Verteilung der Nahrungsmittel erfolgte anfangs nur zonenweise. In weiterer Folge wurde ein „Wienertopf“ beschlossen. Am 26. September 1945 wurde die Lebensmittelaufbringung und Verteilung von vier Besatzungskommandanten an die Stadt Wien übergeben. Die gerechte Verteilung der Lebensmittel hinderten auch lokale Egoismen. So suchten Bewohner des 3. Bezirks die dort gelagerten Fleischvorräte ausschließlich für sich zu reklamieren.

Bis zum Frühjahr 1946 kam es zu einem starken Rückgang der Zuteilungen. 18 bis 70jährige erhielten 1.000-1.200 kcal. Den Tiefpunkt bildete die 12. Versorgungsperiode vom 10. März bis 6. April 1946. Bis Ende März 1946 wurde Wien mittel Alliierten-Hilfe versorgt. Ab 5. April 1946 übernahm die österreichische Kommission der United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA) diese Aufgabe. Es dauerte bis zum November 1946, bis die Tagesration auf durchschnittlich 1.550 kcal. gehoben werden konnte. Im Lauf des Jahres 1947 stieg sie auf 1.800 kcal. Das Jahr 1948 brachte eine erste Normalisierung auf 2.100 kcal, die durch die Rekordernte 1949 weiter gefördert wurde. Das Bezugskartensystem wurde nun schrittweise aufgegeben. Der Bezug von Lebensmittel auf Lebensmittelkarten konnte jedoch erst am 1. Juli 1953 vollständig eingestellt werden.
(Quelle: www.geschichtewiki.wien.gv.at/Ernährungslage_im_Nachkriegs-Wien, eingesehen am 12.2.2026)

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Mödlinger Nachrichten 11. Mai 1946

Fortsetzung von Seite 1 und ...

Seite 2

Wer erinnert sich heute noch an die euphorischen Erwartungen an die neue Atom-Energie?

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Mödlinger Nachrichten 18. Mai 1946

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Kleinanzeigen ermöglichen einen Einblick in die Lebensbedingungen der Menschen

Mödlinger Nachrichten 25. Mai 1946

 

Zeitgeschichtliche Fakten: 


Die erste frei gewählte Nachkriegsregierung Österreichs unter der Oberaufsicht der Aliierten Kommission für Österreich hatte bereits im Jänner 1947 in London versucht, einen Friedensvertrag mit den Alliierten auszuhandeln. Ab März 1947 wurden die weiteren Verhandlungen nach Moskau verlegt. Die Verhandlungsteilnehmer aus den Reihen der ÖVP unter Führung von Leopold Figl und Julius Raab stimmten den sowjetischen Forderungen weitgehend zu, während die SPÖ-Verhandler sich, auch um die Distanz zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten zu wahren, den sowjetischen Forderungen nicht uneingeschränkt beugen wollten. 
 Als problematisch erwiesen sich für die Verhandlungen zum Staatsvertrag zunächst jugoslawische Gebietsansprüche auf Teile Südkärntens und der Südsteiermark. Durch den Konflikt zwischen dem sowjetischen Staatschef Josef Stalin und dem Ministerpräsidenten der Volksrepublik Jugoslawien Josip Broz Tito im Jahr 1949 verlor dieser Aspekt für die Sowjetunion an Bedeutung und die bestehenden Grenzen wurden beibehalten. 
 Auf der politischen Ebene war die vor allem von der Sowjetunion geforderte Verknüpfung der Verhandlungen mit Österreich mit einem Friedensvertrag zwischen den Alliierten und Deutschland ein Hindernis auf dem Weg zu einer raschen Einigung. Mit der Verschärfung des Kalten Krieges wurde auch ein vorgezogener Staatsvertrag mit Österreich immer unwahrscheinlicher. 

 (Quelle: wikipedia, eingesehen am 5.21.2026)

 Nach jahrelangen erfolglosen Verhandlungen wurde der Staatsvertrag schließlich am 25. Jänner 1954 auf die Tagesordnung der Berliner Außenministerkonferenz gesetzt und letztlich am 15.5.1955 unterzeichnet.

Die Forderung am 25. Mai 1946 war ein bißchen sehr optimistisch...

Fortsetzung von Seite 1

Seite 2

Mödlinger Nachrichten 1. Juni 1946

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Mödlinger Nachrichten 8. Juni 1946

Fortsetzung von Seite 1 (Triest) und ein weiterer Artikel dieser Ausgabe

Zeitgeschichtliche Fakten


Am 1. Mai 1945 wurde Triest von der Vierten Jugoslawischen Armee und dem Neunten Slowenischen Korps besetzt. Erst am 2. Mai erreichten auch neuseeländische und britische Einheiten die Stadt. Unter internationalem Druck verließen die jugoslawischen Truppen am 12. Juni Triest.
Bereits im Rahmen der Pariser Friedenskonferenz 1946 wurde beschlossen, "das internationale Territorium von Triest“ zu schaffen. Außerdem wurden die drei Amtssprachen Italienisch, Slowenisch und Kroatisch festgelegt. Jedoch bestand am Ende der Konferenz noch Uneinigkeit über das Ausmaß der Autorität, die von dem Sicherheitsrat und der örtlichen Verwaltung im Territorium Triest ausgeübt werden soll.
Nachdem sich die Alliierten auch sieben Jahre nach Gründung des Territoriums im UN-Sicherheitsrat nicht auf die Nominierung eines Gouverneurs hatten einigen können und sich die innere Zonenteilung des Territoriums vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs zunehmend verfestigt hatte, zeigte sich das Scheitern des Versuchs, einen neutralen multiethnischen Freistaat Triest zu schaffen. Ohne einen gemeinsamen Gouverneur konnte eine einheitliche und von den Besatzungsmächten unabhängige Verwaltung nicht etabliert werden. Dies erkannten schlussendlich auch die Alliierten – sie beendeten das Triestiner Experiment.
Am 5. Oktober 1954 wurde in London von den Regierungen Italiens, Großbritanniens, der USA und Jugoslawiens ein Memorandum unterzeichnet, mit dem die Zivilverwaltung in Zone A provisorisch an Italien und in Zone B an Jugoslawien übergeben wurde; dabei gab es nur geringfügige Grenzänderungen. Italien sicherte den Fortbestand Triests als Freihafen gemäß den Bestimmungen des Friedensvertrags zu. Das Memorandum wurde auch vom UN-Sicherheitsrat angenommen. Mit der Übergabe der Verwaltung in Zone A an Italien durch die Alliierte Militärregierung am 26. Oktober 1954 hörte das durch Großbritannien und die USA verwaltete Freie Territorium Triest auf zu bestehen und am 27. Oktober 1954 wurde durch ein italienisches Dekret ein italienischer Generalkommissar für das Freie Territorium von Triest eingesetzt.
Endgültig zwischen Italien und Jugoslawien aufgeteilt wurde das Gebiet des früheren Freien Territoriums Triest erst am 10. November 1975 mit dem Vertrag von Osimo.
(Quelle: wikipedia, ausgelesen am 6.2.2026)

Ein weiterer Artikel dieser Ausgabe

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Mödlinger Nachrichten 15. Juni 1946

Fortsetzung von Seite 1 (Kriegsverbrecher)

Seite 5

Mödlinger Nachrichten 22. Juni 1946

Fortsetzung von Seite 1 (Ernährung Ärzte)

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Kleinanzeigen Seite 8

Mödlinger Nachrichten 29. Juni 1946

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"Wir möchten endlich einmal daheim und unter uns sein"...

Mödlinger Nachrichten 6. Juli 1946

Auf den Atollen Bikini und Eniwetok im Pazifik führten die USA zwischen 1946 und 1962 106 Atombombenversuche durch.  Die Sowjetunion startete 1949 ihre Atombombenversuche in  Semipalatinsk (Kasachstan) .
Erst im Jahr 1963 untersagte der „Vertrag über das Verbot von Atomwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser“ überirdische Atomtests.
 Unterirdische Atomtests führten zur Ablagerung großer Mengen Radioaktivität unter der Erde, die zum Teil erst nach Tausenden oder sogar Millionen von Jahren abgebaut sein wird. Die massiven Explosionen haben die Stabilität der umliegenden Strukturen erschüttert und die Wahrscheinlichkeit einer Freisetzung ins Grundwasser, ins Meer oder in die Atmosphäre erhöht. Der Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der Klimakrise und die Zunahme extremer Wetterereignisse wie Wirbelstürme verschärfen das Problem.
 (Quelle: https://www.ippnw.de/atomwaffen.html
ippnw ist der Verein der  Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung)

weiterer Artikel aus dieser Ausgabe

Mödlinger Nachrichten 13. Juli 1946

Anzeige aus dieser Ausgabe 

Seite 8

Mödlinger Nachrichten 20. Juli 1946

Kleinanzeigen aus dieser Ausgabe

Mödlinger Nachrichten 27. Juli 1946

Ferdinand Buchberger, am 6. August 1866 in Mährisch Schönberg geboren, kam als Jugendlicher nach Wien und schloss sich der SPÖ an. Als Zweigstellenleiter der Arbeiter-Krankenkasse kam er nach Mödling, wo er auch maßgeblich am Aufstieg des Arbeiter-Konsumverein in der Stadt beteiligt war. Er war Gründer und erster Obmann der Gemeinnützigen Bau- und Wohnungsgenossenschaft. Auch die Ortsgruppe Mödling des Touristenvereins Die Naturfreunde gehen auf seine Gründung zurück. 
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Buchberger gemeinsam mit Adolf Rziha und August Ségur-Cabanac in der Zeit von 6. November 1918 bis 6. Juli 1919 

Vorsitzender des Volksrates . Nachdem die SPÖ stärkste Fraktion im Gemeinderat war, wurde Buchberger Bürgermeister. Als dieser hatte er noch weitere Funktionen wie Obmann des Ortsschulrates und Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Mödlinger Sparkasse und des Städtischen öffentlichen Krankenhaus Mödling. Auch eine Remise der FF Mödling konnte un-ter ihm im Jahr 1921 eröffnet werden. Abgelöst wurde er 1922 von Josef Lowatschek.
1925 wurde er neuerlich gewählt. In dieser Zeit wurde die heute unter Denkmalschutz stehende Aufbahrungshalle beim Friedhof nach Plänen von Karl Lehrmann fertiggestellt und die Bestattung Mödling als städtisches Unternehmen gegründet. Auch das Wasserwerk in der Quellenstraße von Hermann Tamussino, sowie weitere Schritte zur besseren Wasserversorgung fielen in seine Amtszeit. Das Städtische Bad kombiniert mit der Kunsteisbahn Mödling wurde anstelle des aufgelassenen Schwarzbades in der Neu-siedlerstraße errichtet.
1945 wurde Buchberger  mit bereits 75 Jahren Bezirksvorsteher des 24. Wiener Gemeindebezirks und übte dieses Amt bis 1951 aus. In der Folge zog er sich zurück und starb 22. März 1956. Begraben ist er am Friedhof Mödling.
(Quelle: https://oesterreichwiki.org/ ausgelesen am 8.2.2026)

Zu Ferdinand Buchberger s. auch den Artikel vom 10. August 1946.

Weitere Artikel aus dieser Ausgabe + Fortsetzung von Seite 1 (Guggenberger)

weitere Artikel aus dieser Zeitung

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Mödlinger Nachrichten 3. August 1946

Nach dem Ende des Krieges wurde im Juni 1946 in Wien, in Niederösterreich und im Nationalrat ein Verfassungsgesetz mit dem Inhalt beschlossen, einen Großteil der Eingemeindungen rückgängig zu machen. Das Inkrafttreten dieses Gesetzes scheiterte jedoch am Widerstand der sowjetischen Vertreter im Alliierten Kontrollrat. Daraufhin entstand folgender absurder Kompromiss: Die Bürger der betroffenen Bezirke durften Mandatare für den niederösterreichischen Landtag wählen, diese Abgeordneten hatten im Landtag aber kein Stimmrecht. 
Die Randgemeinden verblieben bei Wien und unter Wiener Verwaltung, hatten aber keine Vertretung im Wiener Gemeinderat.
Erst 1954 erfolgte die Zustimmung der Sowjetunion und wurden neben vielen anderen Gemeinden mit 1. September auch Mödling wieder Teil von Niederösterreich und als Stadt selbständig - und dies gegen den Willen der Bevölkerung: in Mödling und z.B. auch in Klosterneuburg fanden nicht-offizielle Volksabstimmungen gegen die Loslösung aus Wien statt, die überwältigende Mehrheiten brachten. Die Menschen waren einerseits gewohnt, Teil der Großstadt zu sein, hofften aber vor allem auf finanzielle Vorteile und Mittel zur Instandsetzung der Infrastruktur.

weiterer Artikel aus dieser Ausgabe

Seite 3

Mödlinger Nachrichten 10. August 1946

Fortsetzung von Seite 1 (Buchberger)

Weitere Artikel aus dieser Ausgabe

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"Am schwersten von den Versorgungsengpässen betroffen waren die Kinder. Erholungsaufenthalte bei Bauern, Kinderrettungswerke, Liebesgaben-Aktionen der Quäker sowie schweizerische, dänische und schwedische Ausspeisungen sollten die Kleinen wieder aufpäppeln."
(Zitiert aus "1.100 Jahre Mödling", Mödling 2003)

Seite 3

Mödlinger Nachrichten 17. August 1946

Mödlinger Nachrichten 24 August 1946

Fortsetzung von Seite 1 (Wantalowicz)

Mödlinger Nachrichten 31. August 1946

Fortsetzung von Seite 1 (Restituta)

Mödlinger Nachrichten 7. September 1946

Fortsetzung von Seite 1 ("Der richtige Ton")

Mödlinger Nachrichten 14. September 1946

 

Fortsetzung von Seite 1 ("...Diebstähle...") und weiterer Artikel aus dieser Ausgabe 

Seite 2

Mödlinger Nachrichten 21. September 1946

Mödlinger Nachrichten 28. September 1946

Weiterer Artikel aus dieser Ausgabe

Das Kaisergerndlhaus in der Nähe des Anningerhauses war das Vereinsheim des "Anninger Rodelvereins" und seit der Errichtung der Rodelbahn ab 1924 deren Startpunkt. Dieses Ausflugslokal wurde nach einem Brand nicht mehr wiederaufgebaut.

Mödlinger Nachrichten 5. Oktober 1946

Fortsetzung von Seite 1 ("Mahnung!") und weiterer Artikel dieser Ausgabe

Seite 2

Mödlinger Nachrichten 12. Oktober 1946

Fortsetzung von Seite 1 ("Verkehrsunglück") und weiterer Artikel dieser Ausgabe


Mödlinger Nachrichten 19. Oktober 1946

Fortsetzung von Seite 1 ("Verbrechen") und weiterer Artikel dieser Ausgabe


Mödlinger Nachrichten 26. Oktober 1946

Fortsetzung von Seite 1 ("Trau, schau, wem")


Mödlinger Nachrichten 2. November 1946

Fortsetzung von Seite 1 ("kleiner Mann was nun?") und weiterer Artikel dieser Ausgabe


Mödlinger Nachrichten 9. November 1946

Weiterer Artikel aus dieser Ausgabe

Mödlinger Nachrichten 15. November 1946

Fortsetzung von Seite 1 ("Kleiner Mann sieh Dich vor!") und weitere Artikel von Seite 2 dieser Ausgabe

Mödlinger Nachrichten 23. November 1946

Fortsetzung von Seite 1 ("Fleischaufruf") und ein weiterer Artikel von Seite 2 dieser Ausgabe

Mödlinger Nachrichten 30. November 1946

Mödlinger Nachrichten 7. Dezember 1946

Mödlinger Nachrichten 14. Dezember 1946

Fortsetzung von Seite 1 ("Sich regen...")


Mödlinger Nachrichten 21. Dezember 1946

Seiten 4 und 5 dieser Ausgabe: die jährlichen Weihnachts- und Neujahrswünsche der Firmen

Mödlinger Nachrichten 28. Dezember 1946